Positionspapier der PKN zur 99. Gesundheitsministerkonferenz
Hannover, 8. Juni 2026
Anlässlich der 99. Gesundheitsministerkonferenz, die vom 10. bis 11. Juni unter dem Vorsitz Niedersachsens und dem Motto „sicher.versorgt.überall.“ in Hannover stattfindet, appelliert die Psychotherapeutenkammer Niedersachsen (PKN) als berufsständische Vertretung der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten in Niedersachsen mit einem Positionspapier an die Minister*innen und Senator*innen der Länder, sich für folgende vier Punkte beim Bundesgesetzgeber stark zu machen:
- Kürzungen in der ambulanten Psychotherapie zurücknehmen
- Sektorenübergreifende Finanzierung der fachpsychotherapeutischen Weiterbildung gesetzlich sicherstellen
- Primärversorgung: Recht auf Direktzugang von Patient*innen zur Psychotherapie beibehalten
- Prävention von psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter fördern
„Der Anspruch „sicher.versorgt.überall“ kann nur gelten, wenn psychische Gesundheit konsequent mitgedacht wird und bei allen Fragen rund um die psychische Gesundheit die Psychotherapeut*innen als die größte approbierte Berufsgruppe in der Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen stets frühzeitig einbezogen werden“, betont die Präsidentin der PKN, Dr. Kristina Schütz. „Die psychotherapeutische Versorgung ist zentraler Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Insbesondere die aktuellen Kürzungsmaßnahmen im Bereich der ambulanten Psychotherapie stoßen in Anbetracht eines hohen Versorgungsbedarfs in unserer Profession auf großes Unverständnis. Es macht uns fassungslos, dass die ohnehin schon angespannte Versorgungslage noch zusätzlich durch in der Auswirkung nur marginale Einsparungen im GKV-System gefährdet werden soll. Die Kürzungen konterkarieren die im Koalitionsvertrag 2025 vereinbarten, überfälligen Regelungen zur Stärkung der psychotherapeutischen Versorgung, der Finanzierung der Weiterbildung sowie einem Ausbau der Kapazitäten in der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie mit einer separaten Bedarfsplanung.“