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Weiterbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten

Wer künftig Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut werden möchte und gesetzlich oder privat Krankenversicherte ambulant, stationär oder institutionell eigenverantwortlich behandeln möchte, muss dafür ein polyvalentes Bachelorstudium sowie ein darauffolgendes Masterstudium in Klinischer Psychologie/Psychotherapie abschließen und danach eine mindestens fünfjährige Weiterbildung absolvieren.

Das „Gesetz über den Beruf der Psychotherapeutin und des Psychotherapeuten“ (Psychotherapeutengesetz – PsychThG) ist am 01. September 2020 in Kraft getreten. Es regelt die zukünftige Weiterbildung für Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten. Das Studium der Psychotherapie soll praxisorientierter werden und mit der Approbation abschließen. Damit können Absolventinnen und Absolventen dann selbstständig und eigenverantwortlich als Psychotherapeutin bzw. Psychotherapeut arbeiten. Für den Zugang zum Versorgungssystem der gesetzlichen Krankenversicherung ist allerdings eine anschließende mindestens fünfjährige Weiterbildung zur Fachpsychotherapeutin bzw. zum Fachpsychotherapeuten notwendig, die mit einer weiteren Prüfung abschließt.

Abschlüsse nach dem bisherigen Recht (postgraduale Ausbildung mit anschließender Approbation) können nur erfolgen, wenn das Studium vor dem 1. September 2020 begonnen wurde und bis September 2032 abgeschlossen ist. In Härtefällen kann eine Verlängerung bis 2035 beantragt werden.

Als Berufsbezeichnung wird der Begriff Psychotherapeutin oder Psychotherapeut festgelegt, nach erfolgreicher Weiterbildung Fachpsychotherapeutin oder Fachpsychotherapeut. Die bisherigen Berufsbezeichnungen psychologische Psychotherapeutin oder psychologischer Psychotherapeut sowie Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeut gelten fort und treten in alle Rechte und Pflichten ein, die auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten haben, die nach dem neuen Gesetz weitergebildet werden.